Anton Günther Chor Seiffen



Der Anton-Günther-Chor Seiffen singt seit über 160 Jahren
traditionelle erzgebirgsche Lieder.
Dem Chor wurde vom Bundespräsidenten die Zelter-Plakette verliehen.
(Pflege des deutschen Liedgut)

Wir freuen uns über ihren Besuch auf unserer Internetpräsenz.

 

Jeden Freitag 19:30 Uhr
proben wir
im Jugend- und Freizeittreff
Haus des Gastes
Hauptstraße 156
09548 Kurort Seiffen

Wer führt den Chor

1. Vorsitzender:
Maik Hlawatschek
Haupstr. 87
09548 Kurort Seiffen
Tel.: 037362 / 87 98 92
und 0162 / 48 36 75 5

2. Vorsitzender:
Karl Heinz Hlawatschek
Olbernhau

Schatzmeister:
Klaus Engelhardt
Kurort Seiffen

Organisation / Veranstaltungen / Schriftführer:
Manfred Bolzenius
Haupstrasse 40
09548 Kurort Seiffen
Tel.: 037362 / 87 89 2
eMail: mz-seiffen@gmx.de

Notenwart:
Friedrich Müller und Dieter Kreher

Chorleiter:
Tobias Braun

Die Sänger

1.Tenor:
Maik Hlawatschek, Peter Kreher, Friedrich Müller, Rainer Schubert

2.Tenor:
Wolfram Börner, Jan Reichmann, Karl Heinz Hlawatschek, Klaus Engelhardt, Martin Lorenz

1.Bass:
Gerold Buschbeck, Klaus Kellner, Niclas Bayer, Ronny Rudolph, Frank Walther, Jens-Uwe Diedrich, Ronny Höppner

2.Bass:
Jürgen Auerswald, Manfred Bolzenius, Wolfgang Kaden, Peter Richter, Daniel Burkert

Musikalische Leitung : Tobias Braun

in memoriam: Horst Kirsche, Dieter Kreher

Veranstaltungen

30.04.2016 (Sa) Maibaumsetzen, Rathausplatz Seiffen, 18.00 Uhr

15.05.2016 (So) Frühschoppen-Konzert, Bad Einsiedel, 11.00 Uhr

anschl. 1. Seiffner Raben werfen, 14.00 Uhr

21.05.2016 (Sa) Singen zum Jubiläum, Reifland, 14.00 Uhr

28.05.2016 (Sa) Singen zum Wintermärchenfeuerwerk, Seiffen, 18.00 Uhr

09.07.2016 (Sa) Singen am Gedenkstein, Deutschneudorf, 13.00 Uhr

20.08.2016 (Sa) Sommerkonzert, Kirche Seiffen, 17.00 Uhr

27.08.2016 (Sa) Singen zum "Seiffner Glück Auf", Seiffen, 16.00 Uhr

 

Bei Interesse sende Sie bitte eine eMail an unsere Kontaktadresse

Geschichte

“Spielzeugland, Dir bleib ich treu…???
– Der Anton-Günther-Chor Seiffen e.V. stellt sich vor –

Verständlich, dass der Seiffner Männerchor mit diesem Sängerspruch seine Gäste grüßt.

Denn außer der Heimatverbundenheit der Erzgebirger spricht daraus die enge persönliche Verbindung der Chormitglieder zur Spielwarenherstellung, die in der Region eine große Bedeutung hat. Der Chor kann auf eine lange musikalische und Vereinstradition zurückblicken:

Als es noch kein Radio und kein Fernsehen gab und in den Stuben die Gemütlichkeit zu Hause war, fanden sich im Spielzeugdorf Seiffen elf Männer zusammen um gemeinsam zu singen. Am 18. September 1847 gründeten sie den Männergesangverein und gaben sich den Namen “Männergesangverein Eintracht”. Zum Vorstand wurde Karl Friedrich Gläßer gewählt, er war gleichzeitig Chorleiter und begleitete dieses Amt bis 1876.

Die Chorstärke betrug in dieser Zeit 10 – 18 Sänger. Anfangs wurde im Wechsel bei den Vereinsmitgliedern gesungen, später in verschiedenen Vereinslokalen.

Wenn man in den historischen Protokollen des Chores liest, “Gespannführer sind….”, mutet es heute schon etwas seltsam an.

Es zeugt nicht nur von den weiten Wegen, die zu Chorproben und Auftrittsorten zurückgelegt wurden, sondern auch von Kameradschaft und Solidarität der Chormitglieder untereinander.

1863 wird in Seiffen ein weiterer Gesangverein gegründet, der später zur Unterscheidung unter der Bezeichnung “junge Sänger” genannt wird.

Zum Motiv der Gründung lesen wir in einer Rückbetrachtung des damaligen Schriftführers: : ?...Als wir, liebe Sangesbrüder, in den Drehwerken uns die Arbeit durch freie, gemeinschaftliche Gesänge abkürzten, entstand in uns der Wunsch, ... einen… Gesangverein zu gründen, um den deutschen Männergesang zu Pflegen, dem deutschen Lied zu dienen. Unser Wunsch wurde zur Tat….?. Die Sänger sind rührig und experimentierfreudig, jährlich sind mehrere Auftritte verbürgt, zwei Jahre singen sie sogar gemischtchörig.

1865 nimmt eine Delegation junger und alter Sänger am 1. Deutschen Sängerbund-Treffen in Dresden teil.

Da beide Chöre unter der Leitung Gläßers stehen und auch gemeinsam auftreten, ist die Verschmelzung nur eine Frage der Zeit.

Das 50-jährige Gründungsjubiläum wird 1897 als großes Fest gegangen: mit vielen Gastchören, Veranstaltungen und einer feierlichen Fahnenweihe.

Leider ist die historische Chorfahne verschollen. Neben regelmäßigen Konzerten pflegt der Gesangverein freundschaftliche Kontakte zu verschiedenen anderen Chören. Noch heute überrascht uns das vielfältige Repertoires des Laienchores. Wenn wir in der Geschichte unseres Chores blättern, so stellen wir mit Erstaunen fest, dass Volkslieder und klassisches Liedgut die Darbietungen des Männerchores dominieren.

Soweit wir in Programme zurückblicken können, stehen große Komponisten wie Schubert, Silcher, Möhring, Zöllner, Gluck, Mozart, Eckart, Donizetti im Repertoire.

Die Vielfalt um 1900 ist bemerkenswert: Kunst- und Volkslieder, große Chöre und Soli, Militärmärsche und Opernmusik, Singspiele und humoristische Szenen wechseln einander ab. Wen wundert es, es war die Blütezeit des Chorgesanges.

1904 tauchen in den gedruckten Programmheftchen die ersten Lieder in erzgebirgischer Mundart auf. 1912 tritt der MGV Eintracht dem “Erzgebirgischen Sängerbund” bei.

Die kontinuierliche Chorarbeit wird durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Als einige Sangesfreunde mit viel Enthusiasmus nach sechsjähriger Pause wieder mit der Probenarbeit beginnen, sind in den Reihen der Sängern viele Opfer zu beklagen. Durch den Zugang neuer Sänger erreicht der Chor aber bald wieder eine Stärke von 50 Mitgliedern. Inflation und politische Wirren gehen in den nächsten Jahren nicht spurlos am Chor vorüber. Im Oktober 1933 erfolgt im Zuge der “Gleichschaltung” der Zusammenschluss des MGV “Eintracht” und des Männer- und Gemischten Chores “Liederkranz” zur “Sängervereinigung 1847 Seiffen”. Unter dem neuen Namen tritt die erfolgreiche Chorgemeinschaft bei Konzerten als reiner Männer- oder Frauenchor aber auch als gemischter Chor auf. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges beendet die

Chorvereinigung ihre Tätigkeit.

Nach 8-jährigen Unterbrechung der Sangeskultur in Seiffen finden sich in der schweren Nachkriegszeit wieder ehemalige Chormitglieder zu gemeinsamen Gesang zusammen.

Der Männerchor, der zeitweilig unter den Namen “Volkschor” bzw. “Männerchor 1847” agiert, singt nicht nur zur eigenen Befriedigung.

Er ist bestrebt, das erzgebirgische Liedgut zu erhalten und den Menscher der Region durch guten Chorgesang Freude und Erbauung zu bringen.

1963 benennt er sich um in “Anton-Günther-Chor”, um den Erzgebirgssänger und -dichter zu ehren und seine Heimatlieder zu pflegen.

Bei den DDR-Kulturbehörden stößt der Chor damit nicht gerade auf Gegenliebe, kann nach langem Ringen aber den Namen durchsetzen.

Das 125 jährige Jubiläum begeht der bekannte und beliebte Männerchor mit einem festlichen Programm.

Mit Freude nimmt die Chorgemeinschaft sechs Sangesfreunde aus Deutscheinsiedel auf, die 1974 gemeinsam dem Seiffner Chor beitreten und ihm bis heute trotz des weiten Weges die Treue halten. Die Erweiterung der Sängerschar wirkt sich positiv auf das musikalische Wirken aus.

In den regelmäßigen Konzerten, die für die Urlauber in Seiffen und der Umgebung stattfinden, stellen die Sänger das erzgebirgische

Mundartliedgut vor. In einigen Auftritten wirkt auch der Sohn Anton Günthers, Erwin Günther, als Mundartsprecher mit. Zwei Liedermeister machen sich besonders verdient um das musikalische Wirken, indem sie 4-stimmige Sätze für den Männerchor schreiben. Das vielseitige Programm, die gute musikalische Darbietung und das Engagement für die Traditionspflege waren ausschlaggebend für die Auszeichnung des Chores mit dem Titel “Verdientes Volkskunstkollektiv der DDR”(1987). Das Repertoire umfasst neben dem erzgebirgischen Liedgut das deutsche und internationale Volkslied wie auch die klassische Vokalmusik.

Nach der Wende beschließt der Chor eine neue Satzung und lässt sich als Verein eintragen. Schon immer der Tradition verpflichtet, braucht der Verein kein generell neues Repertoire aufbauen. Im Mittelpunkt der Auftritte steht nach wie vor die Pflege des Mundartliedgutes des Erzgebirges. Sonst aber sind viele Randbedingungen für das Wirken des Vereins anders geworden. Durch das Engagement und die Begeisterung der Sangesbrüder werden die Hürden genommen. Das Wirken des Chores ist anerkannt und heute aus dem kulturellen und sozialen Leben in der Region nicht mehr wegzudenken. Die Amateursänger pflegen erfolgreich den Kontakt zu anderen Chören und sind für ihre Geselligkeit und den guten Zusammenhalt in den eignen Reihen bekannt. Chorarbeit ist und bleibt ihr Hobby.

Egal, ob es Proben oder Auftritte sind, sie betrachten den Gesang als sinnvolle Freizeitgestaltung und als willkommene Abwechslung, um für Stunden dem hektischen Alltag zu entfliehen.

Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums, dass mit vielen Gastchören gemeinsam begangen wurde, verlieh der Bundespräsident 1997 dem Seiffner Männerchor für seine Leistungen zur Pflege des Volks-und Mundartliedgutes und zur Förderung des kulturellen Lebens die Zelter-Plakette.

Kontakt

1. Vorsitzender:
Maik Hlawatschek
Haupstr. 87
09548 Kurort Seiffen
Tel.: 037362 / 87 98 92
und 0192 / 48 36 75 5
maik.hlawatschek(at)webde

oder

Manfred Bolzenius
Tel: 037362-87892
mz-seiffen@gmx.de

Liedgut

Abendfrieden

 

 

Der Sonnenaufang

 

 

Der Kuckuck

 

 

Feieromd

 

 

Vergass dei Hamit net

 

 

Wu de Wälder hamlich rauschen

 
 

Impressum

1. Vorsitzender:
Maik Hlawatschek
Haupstr. 87
09548 Kurort Seiffen
Tel.: 037362 / 87 98 92
und 0192 / 48 36 75 5
maik.hlawatschek(at)webde

V.i.S.d.P. und i.S.v. § 6 MDStV
Sven Ross
pascha04(at)gmxat

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